Jedes Jahr kurz vor Weihnachten bricht bei vielen eine regelrechte Panik aus, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Liebsten beschenken sollen. Die Folge sind häufig überhastete Spontankäufe, die nicht selten zu Frust unter dem Weihnachtsbaum und unangenehmen Familienstreitigkeiten führen.
Um sich unschöne Szenen zu ersparen und die festliche Stimmung am heiligen Abend nicht zu gefährden, sollte das Thema Geschenkekauf etwas reflektierter und planvoller angegangen werden. Wer viele unterschiedliche Geschenke besorgen muss, sollte nicht erst einige Tage vor Weihnachten mit der Suche danach beginnen. Die Geschäfte sind dann meist völlig überfüllt und das einkaufen wird zur Qual.
Besser ist, sich bereits etwa vier Wochen vor Weihnachten zu überlegen, welche Geschenke den einzelnen Personen wirklich eine Freude bereiten können. Es muss nicht immer das Teuerste sein, letztendlich zählt immer die Tatsache, dass sich der Schenkende wirklich mit den Wünschen und Interessen des Beschenkten auseinandergesetzt hat.
Wer nicht gerade mit Kreativität muss sich aber auch keine Sorgen machen. Die meisten Menschen reagieren verständnisvoll, wenn sie direkt nach ihren Weihnachtswünschen gefragt werden. Vor allen Frauen sind froh, ihren Männern konkrete Hinweise geben zu können wenn sie früheren Jahren häufig eher weniger brauchbare Präsente erhalten haben. Die genannten Wünsche sollten dann aber auch so hingenommen werden. Wenn sich nämlich aus der harmlosen Frage danach eine Grundsatzdiskussion über Sinn und Zweck eines bestimmten Produktes entwickelt, so fühlt sich der Gesprächspartner nicht hinreichend ernst genommen.
Geäußerte Wünsche sollten also immer ernst genommen werden, egal ob es sich dabei um eine Luftpistole oder die angesagten Sendra Stiefel handelt. Jeder, der bereits einmal ein Geschenk erhalten hat, welches dem großzügigen Schenker zwar zusagte, mit dem der Beschenkte aber gar nichts anzufangen wusste, kann sich vorstellen, wie wenig Freude ein ungeliebtes Geschenk bereitet. Letztendlich sollte man nicht von seinen eigenen Bedürfnissen ausgehen, sondern Sensibilität beweisen und sich auf die Wünsche der Kinder, der Eltern oder des Partners einlassen.